Sehr geehrte Kollegen, ich plane derzeit die Heizungssanierung einer Schweißwerkstatt. Gemäß ASR A3.5 sind für leichte körperliche Arbeit 18 Grad gefordert, bei stehender Tätigkeit. Durch die häufig geöffneten Sektionaltore zur Anlieferung im Herbst und Winter schwankt die Raumtemperatur aktuell massiv, was die Energiebilanz komplett zerschießt. Ich ziehe den Einsatz von Infrarot-Dunkelstrahlern in Erwägung, um punktuell die Arbeitsplätze zu heizen, statt das gesamte Hallenvolumen mit Warmluft auf Temperatur zu halten. Dabei stellt sich mir die Frage, ob das Gewerbeaufsichtsamt bei einer solchen Zonierung die Einhaltung der ASR noch anerkennt oder ob ich zwingend eine raumweite Temperierung über Warmluftschleier nachweisen muss. Die Wärmelastberechnung nach DIN 12831 ist für dieses Objekt aufgrund der massiven Infiltration durch die Tore extrem schwierig. Wie handhabt ihr solche Fälle bei der Auslegung für Nichtwohngebäude? Gibt es hier bewährte Konzepte, um den geforderten Standard bei gleichzeitigem wirtschaftlichem Betrieb ohne massive Energieverschwendung durch das Tor zu erreichen?
ASR A3.5: Heizlastberechnung für Schweißwerkstatt mit großen Toren
Hallo Tobias, ein spannendes Thema, das mir in der Praxis bei Werkstätten ständig begegnet. Die ASR A3.5 ist hier oft ein rotes Tuch, weil sie die betriebliche Realität bei Torzyklen kaum abbildet. Infrarot-Dunkelstrahler sind für deinen Fall absolut der richtige Weg. Wir haben das neulich in einer ähnlichen Kfz-Werkstatt gelöst, indem wir nur die Arbeitsbereiche über eine sensorbasierte Zonierung beheizt haben. Das Gewerbeaufsichtsamt akzeptiert das in der Regel, sofern du nachweisen kannst, dass die gefühlte Temperatur an den Arbeitsplätzen die Vorgaben erfüllt. Zur Wärmelast: Die DIN 12831 ist bei solchen Hallen mit hohem Luftwechsel durch Tore fast unbrauchbar. Wir kalkulieren hier stattdessen mit dynamischen Simulationen und rechnen die Infiltrationsverluste über Mittelwerte aus den Toröffnungszyklen. Damit kommst du rechnerisch viel näher an die Realität als mit statischen Werten. Vergiss dabei nicht, den hydraulischen Abgleich für die Anbindeleitungen sauber zu dokumentieren, falls du das Projekt über die BEG fördern willst. Das spart bares Geld und ist für die Abnahme der Anlage ohnehin Pflicht.
Passende Produkte aus unserem Shop

Mitsubishi Electric Standgerät PSA-RP140KA - 13,4|16,0 kW Kühlen|Heizen
Leistungsstarkes Standgerät zur effizienten Zonenheizung in großen Werkstätten, um Arbeitsplätze punktuell gemäß den Anforderungen der ASR A3.5 unabhängig vom gesamten Hallenvolumen direkt zu beheizen.
3.619,00 €

Mitsubishi Electric Standgerät PSA-RP100KA - 9,5|11,2 kW Kühlen|Heizen
Robustes Standgerät, das sich ideal für die zonierte Temperierung in gewerblichen Schweißwerkstätten eignet und eine punktuelle Wärmeverteilung für stehende Tätigkeiten an großen Sektionaltoren ermöglicht.
3.110,00 €

Mitsubishi Electric Standgerät PSA-RP125KA - 12,5|14,0 kW Kühlen|Heizen
Dieses Standgerät bietet hohe Heizkapazitäten für den gewerblichen Einsatz und unterstützt die gezielte Beheizung von Arbeitsplätzen, um die Energiebilanz bei häufig geöffneten Hallentoren zu optimieren.
3.524,00 €
Möchten Sie antworten? Melden Sie sich an, um an der Diskussion teilzunehmen.
